
VOR DER BEARBEITUNG
Wie läuft das Pferd?
Wie setzt es die Gliedmaßen auf unterschiedlichen Böden auf?
Gibt es Auffälligkeiten im Bewegungsablauf oder in der Belastung?
Hufbearbeitung nach Anatomie
Seit vielen Jahren setze ich mich mit Bearbeitungstheorien und -techniken auseinander. Dabei bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass ich die besten Ergebnisse erziele ich, wenn ich mich von starren Schemata löse. Stattdessen konzentriere ich mich darauf, jeden Huf individuell zu betrachten und seine einzigartige Anatomie sowie die Gegebenheiten vor Ort genau zu analysieren.
Ein Huf steht immer im Zusammenhang mit dem Tier, seiner Bewegung und seinem Lebensumfeld, Haltung, Nutzung, Bodenuntergründe. Da das Pferd ein Lauftier ist, spielt ausreichende und freie Bewegung eine entscheidende Rolle für die Hufgesundheit. Bevor ein Werkzeug am Huf ansetzt, ist der Blick auf das Pferd in der Bewegung ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit.
Denn ein gesunder Huf entsteht nicht allein durch Bearbeitung – sondern durch das Zusammenspiel von Bewegung, Umgebung, Nutzung und einem geschulten Blick auf das gesamte Pferd.
WÄHREND DER BEARBEITUNG

Zehenausrichtung & Statik
Überprüfung des funktionellen Abrollpunkts sowie der Einbindung des Hufs in die Gesamtstellung des Beins.

Sohlenbeschaffenheit
Kontrolle der Sohlendicke, des Aufbaus zum Schutz innerer Strukturen und der Belastbarkeit.
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Wand- & Hornröhrchenanalyse
Beurteilung der Hornröhrchen hinsichtlich Wachstum, Belastung und Dysbalancen.

Strahlpolster
Bewertung von Volumen und Raum zur freien Entfaltung für einen optimalen Hufmechanismus.

Hufbalance & Kapselausrichtung
Abstimmung zwischen Trachten und Zehenwand im Verhältnis zur gesamten Hornkapsel.

Hufbeinposition
Überprüfung der Lage des Hufbeins in der Hornkapsel zur Unterstützung der natürlichen Funktion.
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Haltung & Umfeld
Einbeziehung von Bewegung, Haltungsform, Nutzung und Bodenbeschaffenheit in die Bearbeitung.
Der Schlüssel zu gesunden Hufen
Wenn ich weiß, welche Informationen mir die äußeren Strukturen eines Hufes geben kann ich die aktuelle Hufsituation gut einschätzen, denn die Strukturen zeigen deutlich, wo der Huf Unterstützung benötigt und wie er im Zusammenspiel mit Haltung und Nutzung belastet wird. Jede Veränderung in Form, Winkelung oder Wachstum ist ein Hinweis darauf, wie der Huf mit den täglichen Anforderungen des Pferdes umgeht. Genau hier beginnt das Verständnis für eine gezielte und sinnvolle Hufbearbeitung.
Ziel meiner Bearbeitung ist es, den Huf so zu unterstützen, dass er seiner natürlichen Funktion bestmöglich nachkommen kann: als Stoßdämpfer, Laufschuh, Tastorgan, Blutpumpe und tragendes Fundament für die oberen Gliedmaßen.
Dafür braucht er keine Extreme, sondern ein ausgewogenes gesundes Maß an Korrektur und Unterstützung. Das bedeutet: nicht zu viel und nicht zu wenig. Immer angepasst an die individuelle Hufsituation, Nutzung, die Bewegung des Pferdes und seine Lebensbedingungen. So entsteht eine Bearbeitung, die nicht gegen den Huf arbeitet, sondern ihn in seiner Funktion stärkt und langfristig gesund erhält.

ADRESSE
Rozenburgstraße 36
76684 Östringen
MOBIL
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